Money Management

Wie bekommt man die Volatilität in den Griff?

Das Stiefkind Money Management

Die Mehrzahl der Trader konzentriert sich beim Traden auf einer Handelsplattform hauptsächlich auf das Bestimmen des Einstiegs- sowie des Ausstiegspunktes einer Transaktion. Der Positionsgröße und dem verwendeten Hebel messen sie meist wenig bis überhaupt keine Bedeutung bei. Dies ist allerdings einer der Hauptgründe warum Anfänger oftmals scheitern.

Eine gutes Money Management kalkuliert die folgenden Faktoren mit ein:

> Die Kontogröße

> Die Volatilität des Basiswerts, den man tradet

> Die maximale Hebelwirkung die man bereit ist einzugehen

Eine Faustformel ist 1% bis 2% der Kontogröße zu nehmen und diesen Wert durch den ATR des Zeitintervalls zu teilen, in dem man handeln möchte.

Praktische Beispiele

Angenommen der Trader hat ein 10.000 € Konto und möchte einen CFD auf den DAX handeln. Ein Indexpunkt repräsentiert in diesem Beispiel 1 €. Der Trader handelt intraday auf Basis eines Stundencharts. Der Stunden-ATR des DAX befindet sich im Moment bei 81 Punkten oder 81 €. 2 % des Kontos sind dann 200 €. Die Formel müsste also folglich lauten: 200/81 = 2,5. Der Trader kann 2-3 CFD auf den DAX handeln. Diese 3 CFD haben einen Gesamtwert von 33.300 € (3 x 11.100 Indexpunkte x 1 €). Dies entspricht einer Hebelwirkung von 3,3 zu 1.

Möchte der Trader mehr Hebelwirkung aufbauen so kann er mehr CFD dazu kaufen, aber NUR, wenn die Position in die Gewinnzone läuft.

Nun möchte der Trader eher einen Future auf den DAX handeln (Mini-DAX). Beim Future repräsentiert ein Indexpunkt aber 5 €. Die Formel müsste hier lauten: 200/405 = 0,5. Das Konto wäre hier folglich zu klein, um einen mini-DAX Future handeln zu können. Selbstverständlich wäre es schon möglich, die Hebelwirkung läge dann jedoch bereits bei 5,5 gegenüber 1, schon bei der ersten Position.

 

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