Bedeutung der Volatilität

Jeder Börsenindex ist einzigartig

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Volatilität. Beim Traden stützt man sich häufig auf den Average True Range (ATR), um die Volatilität zu messen und anzuzeigen. Der ATR wird genauso wie ein Börsenindex in Punkten ausgedrückt. Der Tages-ATR des DAX-Index beträgt zur Zeit 321 Punkte. Dies bedeutet, dass sich der DAX im Allgemeinen innerhalb eines Tages in einem Bereich von etwa 300 Punkten bewegt (Mittelwert von 20 Tagen). Die Variation beträgt also 2,9% (berechnet: ATR/Index), was recht beträchtlich ist.

Der ATR ist nicht konstant. Der Mittelwert für den Tages-ATR in 2008 beträgt also 146 Punkte (2,4%). Im 2006 betrug der ATR 98 Punkte (1,8%). Der DAX-Index ist also momentan volatil.

Der ATR ändert sich auch von einem Zeitintervall zum nächsten. Trader, die Swing Trading betreiben, also Positionen für einige Tage einnehmen, arbeiten also mit Tagescharts und folglich auch mit dem Tages-ATR. Daytrader arbeiten z. B. mit Stundencharts und daher auch mit dem Stunden-ATR. Für den DAX-Index beträgt der Stunden-ATR zur Zeit ungefähr 81 Punkte bzw. 0,7%. Pro Stunde bewegt sich der DAX-Index also normalerweise in diesem Bereich.

Warum ist der ATR so wichtig?

Es gibt zwei Gründe. Der erste besteht darin, dass Trader auf der Suche nach Volatilität, d. h. nach hohen ATRs sind. Der Trader muss also die Entwicklung des ATR des Index verfolgen.. Befindet sich der Index in einer Phase hoher oder geringer Volatilität? Wenn die Volatilität sehr niedrig sein sollte, ist es anzuraten, einen anderen Index zu traden.

Die nachstehende Tabelle ist ein höchst interessanter Vergleich des ATR auf Tagesbasis verschiedener Indizes zwischen heute und früheren Zeiten. Und in der Tat sind die Indizes sehr verschieden. Man sollte sich also darüber im Klaren sein, was man tradet.

ATR

Diese Tabelle vergleicht den ATR des DAX in verschiedenen Zeitintervallen.

ATR

Jede Zeiteinheit hat seine durchschnittliche natürliche Oszillation. Trader kalkulieren diese bei ihrer Berechnung des Stopps für eine offene Position mit ein. Setzen sie den Stopp zu nah dann wird die Position bereits durch die natürliche Oszillation ausgestoppt.

Traden auf einer Zeiteinheit von 10 Minuten mit Stopps von 5 oder 10 Punkte führen zu unzähligen unnötig ausgestoppten Positionen. Dies ist ein typischer Anfängerfehler, der leicht vermieden werden kann.

 

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